20.04.2018

Trott-war stellt neue Galerie und Räumlichkeiten im Stuttgarter Westen vor

Iris Schuler steht am Info-Stand mit 4 InteressiertenInfostand mit FlyernStuttgarts OB Fritz Kuhn am RednerpultPorsche-Vorstand Andreas Haffner am Rednerpult

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Am Freitag, den 20. April, begrüßte Trott-war e. V. rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport bei der Einweihungsfeier seiner jüngst bezogenen neuen Räumlichkeiten und der neuen Galerie Trott-art.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn bekannte sich als Gastredner als regelmäßiger Leser der Straßenzeitung: „Ich lese die Trott-war gern und halte sie für anspruchsvoll und gut gemacht.“ Vor allem lobte er die Arbeit des mildtätigen Vereins, der den „Menschen einen guten Halt gebe“.

Andreas Haffner, Mitglied des Vorstandes Personal- und Sozialwesen der Porsche AG, die zu den langjährigen Unterstützern von Trott-war e. V. zählt, hob hervor, dass der Verein die aus der Bahn geworfenen Menschen nicht zu Bittstellern degradiere, sondern ihnen eine Perspektive biete. „Solidarität der Starken mit den Schwachen ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“, erklärte Haffner die Haltung des Automobilbauers.

Vorstandssprecher Jeppe Hau Knudsen zog eine positive Bilanz der unterschiedlichen Projekte von Trott-war. Vor allem die Straßenzeitung und das Pfandprojekt hätten sich hervorragend entwickelt. Zudem erläuterte er, weshalb der mildtätige Verein Trott-war sich zum Kauf eigener Geschäftsräume entschlossen habe: „Es geht darum, auch die anderen Projekt von Trott-war zum Erfolg zu führen.“

Geschäftsführer Helmut H. Schmid führte in das neueste Trott-war-Projekt Trott-art ein – eine vereinseigene Galerie mit Werken für, von und mit sozial benachteiligte(n) Menschen. Dort sind Holz-, Stein-, Ton- und Bronzeguss-Skulpturen, Ölgemälde, Holzdrucke, Heliografien und Fotoplakate von renommierten Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Die Kunstwerke können von Zeit zu Zeit gegen Entgelt vermietet – etwa an Unternehmen – oder käuflich erworben werden. Der Gewinn fließt zum Großteil in freiwillige soziale Hilfen für bedürftige Menschen in prekären Lebenslagen.

Trott-war e. V. hat Ende vergangenen Jahres zwei Etagen in einem Wohnhaus erworben, um den Verein und das Straßenzeitungsunternehmen dauerhaft abzusichern. Damit der Verein dies finanzieren kann, muss sich sein Tätigkeitsspektrum über den Straßenzeitungsverkauf, die alternativen Stadtführungen, die Spende-Dein-Pfand-Initiative und das Theater hinaus erweitern – wie etwa durch die Kunstgalerie. „Ebenso benötigen wir die Unterstützung von Politik, Wirtschaft, Kultur, Sozialwesen und Sport“, sagt Schmid.

In der Trott-art-Ausstellung sind derzeit Werke der Malerin Chris Gläser (Gerlingen), der Grafik-Designerin Vera Ludwig-Loster (Leonberg), des Kirchenmalermeisters Wolfgang Hergeth (Wernau), des Kunsthandwerkers und Metzgers Walter Hörnstein (Höfingen), des Fotografen Deniz Saylan (Berlin, Stuttgart), des Fotokünstlers Przemek Zajfert (Stuttgart), des Bildhauers David Verstege (Stuttgart), der Keramik-Künstlerin Margret Zondler (Stuttgart) sowie unseres Verkäufers Christoph Zorn zu sehen.

Information

Der Verein Trott-war e. V. mit Sitz in Stuttgart bietet Menschen mit geringem Einkommen neue Perspektiven. Jeden Monat verkaufen rund 170 Verkäuferinnen und Verkäufer die Straßenzeitung in 19 württembergischen Städten. Das Heft wirft einen kritischen Blick auf aktuelle Themen der Sozialpolitik. Trott-war e. V. ist ein eigen­ständiges Sozialunternehmen und erhält keine Zuschüsse von öffentlicher Hand. Alle Kosten werden durch den Verkauf der Zeitung, durch Anzeigen, Mitglieds­beiträge und Spenden finanziert. Durch seine Angebote und Initiativen wie die alternativen Stadtführungen, die Spende Dein Pfand-Initiative und das Theater möchte Trott-war das Selbstwertgefühl von Menschen durch Beschäftigungs­möglichkeiten stärken und ihnen berufliche und persönliche Perspektiven ermöglichen.