News

16.12.2011
Soziales & Recht - Dezember 2011

Soziales und Recht sind Themen der Dezemberausgabe – in Zeiten einer zunehmenden „staatlich geförderten sozialen Kälte und Härte“ spüren wir, dass es viele Einzelne, viele Gruppen und Organisationen, viele Firmen, Unternehmen und Konzerne gibt, die anders denken. All jenen, die Trott-war und seine Verkäufer als treue Helfer, als Spender, Sponsoren – und als Leser begleitet haben, ein herzliches Danke. Danke an unsere Verkäufer, die Ihnen die jeweils neueste Trott-war anbieten. Danke an den Vereinsvorstand, den Ehrenamtlichen-Club und alle anderen, die hier nicht genannt wurden, für ihr ehrenamtliches, uneigennütziges Engagement. Kurz: Ein herzliches „Dankeschön“ an alle, die uns und unserer Straßenzeitung geneigt sind. Wir würden uns freuen, wenn dies so bleibt.
In vorliegender Ausgabe berichten wir über Recht (oder empfundenes) Unrecht und wie bei den Fotos von Benny Ulmer über die Abschiebehaft. Das Schicksal und die Veränderungen im Leben eines (dann ehemaligen) Häftlings werden beschrieben. Positives zu vermelden gibt es auch vom Projekt der Daimler AG „Wir bewegen was“. Thomas Jäger hat im Rahmen der Zusammenarbeit mit Trott-war zahlreiche Verkäuferporträts erstellt – einige davon finden sich in dieser Ausgabe. Und die Zusammenarbeit geht weiter …
Auch die Trott-war-Literaturausgabe wird diesen Monat noch verkauft: Viel Vergnügen bei der Lektüre beider Magazine, ein frohes Fest und einen guten Start ins Neue Jahr.

31.08.2011
Faire Wochen - September 2011

„Nachhaltigkeit“, „Faire Wochen“, „Fairer Handel“ sind Schlagworte. Sie stehen für das (schwere) Erbe von Rio de Janeiro. 1992 fand dort die Konferenz der Vereinten Nationen zu den Themen Umwelt und Entwicklung statt. 170 Staaten nahmen daran teil – die Bundesrepublik war einer davon. Beschlossen wurde damals die Agenda 21 als Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert. Bei dieser zukunftsfähigen Entwicklung sollten ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen betrachtet werden, wie in zahlreichen Präambeln von Lokalen Agenden 21 nachzulesen ist.
Deren erklärte Ziele waren, dass alle Beteiligten – Verwaltungen wie Gruppen, Organisationen und Bürger – partnerschaftlich zusammenarbeiten, um weder die Umwelt zu schädigen noch künftige Generationen zu belasten. Diesem Thema widmete sich auch der 4. Nachhaltigkeitskongress, der jüngst in Stuttgart unter Beteiligung der eben genannten Gruppen und Personen stattfand. Verschiedene Aspekte dieses Kongresses werden im vorliegenden Trott-war-Heft aufgegriffen: Vom Tante-Emma-Laden bis zum Biokraftstoff E10, der gerade jetzt wieder für Schlagzeilen sorgt, vom „atmosfair“-Fliegen bis zur Bodensee-Wasserversorgung und mehr …

23.08.2011
Gerechtigkeit - Jugendausgabe

Von Allerleirauh, dem Kinderhort im Bohnenviertel, über den Kantschen Imperativ bis zum Gespräch mit Eberhard Stilz, dem Präsident des Staatsgerichtshofs – die jungen Journalisten, die der Reportageagentur Zeitenspiegel und der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl in Reutlingen verbunden sind, haben sich auf die Recherche begeben. Sie suchen das, was Gerechtigkeit sein kann, sein soll – und doch nie sein wird. Denn letztlich mündet alles in der ewigen Frage, inwieweit sich Recht und Gerechtigkeit objektivieren und vom Menschen, von seiner ihm eigenen Selbstgerechtigkeit, trennen und verallgemeinern lassen.

In ihren Beiträgen lassen sie uns teilhaben an der Suche, den Zweifeln – und manchmal auch ihren Selbstzweifeln. Sie bringen viel Empathie ins Spiel, sind sich aber auch für manch „schmerzhafte“ Perspektivwechsel nicht zu schade. Die Zusammenarbeit zwischen Trott-war und den jungen Journalisten wurde aufs Trefflichste und ohne weitere Zuschüsse in einer stets angenehmen Kooperation „auf dem kleinen Dienstweg“ unterstützt von Rainer Nübel, dem Zeitenspiegel-Autor, KontextWochenzeitungs-Mitarbeiter und Dozenten.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Ausgabe.


23.08.2011
Quartier - Kiez - Viertel: Verkäufer-Ausgabe

Sie ist bereits „Tradition“: die nunmehr vierte „Verkäuferausgabe“. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Kiez – Quartier – Viertel“. Viele Gespräche in ebenso vielen Sitzungen zeigten, dass geradezu ein Grundbedürfnis nach überschaubarer Heimat besteht, wie es einer unserer Verkäufer einmal äußerte. Es gab Vorschläge und Ideen, unterschiedliche Themen wurden aufgegriffen – um dann doch wieder verworfen und durch neue ersetzt zu werden.
Die „Kunstwerkstatt“ in Stuttgart Feuerbach wird ebenso thematisiert wie das Quartier Tübinger Straße, das derzeit sein Gesicht so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr verändert. Aber auch über das Angebot, dass Tiere ein – zumindest vorläufiges – Heim bei sozial schwachen Mitbürgern finden können, kann man sich hier informieren. Der „offene Brief“ eines unserer Verkäufer zum Thema „Fairness“ und zur „Situation auf den Straßen der Landeshauptstadt“ rundet die Vielzahl der lesenswerten Artikel ab. Entstanden ist bei diesen und allen anderen Betrachtungen und Beiträgen ein Heft, das viel Einsatz und Engagement von unsern Verkäufern, unsern Mitarbeitern gefordert hat. Wir sind sicher, dass es sich für alle Beteiligten gelohnt hat und wünschen eine interessante Lektüre.

01.07.2011
Freizeit – einmal anders

Bei der Juli-Ausgabe steht weniger das Reisen, sondern eher unser Verhältnis zur freien Zeit im Mittelpunkt. Ein weiteres Thema ist allerdings auch das „Entschleunigen“. Damit befasst sich gleich der erste Beitrag – in dem kleinen Essay geht es um ein anderes Verhältnis zum Reisen. Den Event-Vermarktern und Geschäftemachern sind ebenso etliche Seiten der Ausgabe gewidmet wie jenen Jugendlichen, die kraftvoll und auf kürzesten Wegen „sportlich“ ihre Umgebung „erobern“. Anders die Schilderung einer Gruppe junger Mitbürger. Darin geht es um „russisch-orthodoxe Jugendliche“ in Stuttgart und deren Engagement in der Freizeit. Mit einem Beitrag über das „Schaffen, bis (k)ein Arzt (mehr) kommt“, also die Rente mit 67 und später, befasst sich ein kritischer Beitrag.
Ob das, was Verkäufer mit dem Begriff „Freizeit“ verbinden oder ob des Deutschen beliebtestes Urlaubsland „Balkonien“ – Trott-war nähert sich dem Thema Freizeit auf unterschiedliche Weise. Weitere lesenswerte Artikel wie das Interview mit der Fußball-Ikone Steffi Jones ergänzen die Ausgabe – lassen Sie sich überraschen.

03.06.2011
Juniausgabe Ökologie

Rund 20 Millionen Tonnen an Lebensmittel landen jährlich in Deutschland im Abfall – sagt das Verbraucherministerium. Das ist bitter – für all jene, die hungern, für jene, die sich keine warme Mahlzeit in der Schule leisten können, für die Familie, die mit Hartz IV mal gerade so über die Runden kommt und auf den Einkauf im Tafelladen angewiesen ist.
Nicht einmal die Produzenten, also die Bauern, verdienen daran. Das Geld bleibt bei Lebensmittelkonzernen, den Nahrungsmittelfabriken und im Handel. Ein gründliches Umdenken ist gefordert – der Artikel von Thomas Vilgis in der jüngsten Ausgabe von Trott-war öffnet sicherlich die Augen.
Weitere Beiträge haben ebenfalls das Thema „Ökologie“ zum Inhalt: Vom „ländlichen Leben am Stadtrand“ über das „Abwasser“ bis zum Entdecken einer neuen „Stadtlandschaft“. Lassen Sie sich überraschen – die Lektüre lohnt.

02.05.2011
Maiausgabe Handel & Banken

„Die Finanzkrise liegt hinter uns“ sagen die einen. „Wirklich?“ fragen die anderen und bezeichnen diese „Krise“ als „Finanzbetrug“. Da sehen die einen den Aufschwung direkt vor unseren Augen (und in unseren Geldbeuteln). Da sehen die anderen erst einmal „Ebbe“ und „Eiszeit“. Der Aufschwung kühle schon wieder ab, und die so oft beschworenen „Jobwunder“ seien nichts als „statistische Taschenspielertricks“ und basieren auf „miesen Jobs“. Das meinen jedenfalls die „Linken“.
Dabei gibt es aber auch anderes zu berichten. Über eine Investment-Bankerin, die sich vom „Saulus zum Paulus“ gewandelt und finanzielle Entschädigungen für ihre ehemaligen Kunden erstritten hat. Oder über die neuesten „trojanischen Marketingpferde“ bei Facebook und Co., über das „Leben als Casting-Show“ oder über das Thema „Glücksspiel und Staatsvertrag“. Die Beiträge im Mai-Heft von Trott-war zeigen viele Facetten des Finanz-Sektors und sind eine anregende Lektüre.

01.04.2011
Aprilausgabe Ehrenamt & Faires Handeln

Es geht um Zeit: um das Verhältnis von Arbeitszeit und Lebenszeit. Nur dann, wenn Zeit bleibt, kann man im Ehrenamt tätig werden: für andere, die Gesellschaft, für jene, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Das fängt in der kirchlichen oder der weltlichen Gemeindearbeit an und setzt sich fort über den Sportverein und die Arbeitswelt bis zum Umgang mit den Armen, den Alten oder mit den Kranken und all jenen, die (noch) am Rande stehen.
Dem „fairen Miteinander“ sollte man sich stets verpflichtet fühlen, auch jenseits von Selbsteinschätzungen wie solchen, dass man sich im Recht oder eben im Unrecht fühle. Schließlich sind nun die Wahlkämpfe vorbei, das Bemühen um den korrekten Umgang aller mit allen muss wieder im Vordergrund stehen. Bei dieser Gelegenheit weisen wir gern darauf hin, dass unser Haus, dass Trott-war nicht nur denen, die Hilfe brauchen, offen steht. Sondern auch weiterhin allen ernst zu nehmenden Interessierten aus der Politik und der Gesellschaft – eben im Sinne eines fairen Umgangs miteinander.

01.03.2011
Märzausgabe Wahlen & Arbeit

„Schicksalswahl“, „Aufbruch“ oder „Neuanfang“ – mit solchen und ähnlich markigen Worten werden die Landtagswahlen vom 27. März 2011 beschrieben. Trott-war hat fünf Kandidaten der vier größten Parteien Fragen zu sozialen Problemen gestellt. Die interessanten Antworten, die Sie in dieser Ausgabe nachlesen können, sind von Länge und Inhalt sehr unterschiedlich. So können Sie sich ein Bild der Kandidaten „aus erster Hand“ machen. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit „populären Irrtümern“ der Volkswirtschaft. Hartz IV mal anders heißt es bei Doc Baumann. Der nimmt sich des „starken Tobaks“ an, den Bundespolitiker zu diesem Thema äußerten. Zudem weist er darauf hin, dass sie Wasser predigen, aber Wein trinken – und zwar gar keinen schlechten … Mit dem Thema „Integration“ beschäftigt sich der zweite Teil des Beitrags über Gari Pavkovic. „Leben oder Luxus – lohnt Arbeit“ wird in einem Beitrag gefragt, und der „Ratschlag der Flöhe“ nimmt sich des Themas „Mittelmaß statt Ehrgeiz“ an. Die neue Sozialarbeiterin bei Trott-war, Sandra Johnston, wird kurz vorgestellt. Außerdem berichten wir über den französischen Film „Die Kinder des Don Quijote“, bei dessen Aufführung im Rahmen des „ueber Mut“-Festivals der Aktion Mensch Trott-war „Filmpartner“ ist.

01.02.2011
Februarausgabe Schule & Bildung

Gerade in letzter Zeit erfreut sich dieses Thema einer immer größeren öffentlichen Bedeutung und Aufmerksamkeit. Seit Jahrzehnten gehen Politiker aller Lager mit Parolen wie „Kinder sind unsere Zukunft“ auf Stimmenfang und können gar nicht aufhören, sich und ihre erfolgreiche, fortschrittliche Schulpolitik in den Himmel zu loben. Mehr Schein als Sein, nimmt man die realen bildungspolitischen Verhältnisse Deutschlands unter die Lupe und stellt sie jenen großen Versprechen von der heilen Bildungswelt seitens der Politik gegenüber. So vermittelt diese Ausgabe von Trott-war, die unter dem Leitthema „Schule und Bildung“ erscheint, anhand persönlicher Erfahrungen und Berichte einen authentischen Einblick in den bundesdeutschen Bildungskomplex. Dies zeigt die Stellungnahme der vierfachen Mutter Inge Stoll oder das Interview mit Gari Pavkovic, dem Integrationsbeauftragten der Stadt Stuttgart. Pavkovic erklärt, woran unser selektives Schulsystem scheitert und setzt Signale für eine bessere Alternative. Es zeigt sich, dass bildungspolitische Missstände tiefgreifende gesellschaftliche Wurzeln haben, deren Ursachen kaum monokausal zu bestimmen sind. Damit einher geht ein Appell an die Gesellschaft. Sie möge sich ernsthaft und umfassend mit diesem uns alle betreffenden Thema auseinandersetzen, statt – wie von so manchem bevorzugt – in populistischem Tratsch die vermeintliche Lösung des Problems zu propagieren

 
trott-war e.v.·