17.10.2017

Polizeieinsatz bei Trott-war

Es war Mitte September, die Nacht dunkelte, und langsam fuhr ein Polizeiauto die Olgastraße entlang. Die Beamten kontrollierten, ob alles friedlich und gesetzestreu war. Doch da, etwas Merkwürdiges: Beim Trott-war-Vertrieb stand ein Fenster offen. Hatte ein Mitarbeiter vergessen, es zu schließen oder war ein Einbrecher eingestiegen? Ein Beamter glitt aus seinem Fahrzeug, erklomm den Sims zum Hochparterre und stieg durchs Fenster. Aufmerksam schweiften seine Blicke durch die Räume – und blieben abrupt an einem Stuhl hängen: Dort lagen eine Handfeuerwaffe und ein Galgenstrick. Vorsichtig näherte er sich. Die Knarre war eine Spielzeugpistole. Komisch, dachte er, warum brauchen die so etwas? Mit sowas wurden schon Banken überfallen. Am nächsten Morgen sorgte Geschäftsführer Helmut Schmid für Aufklärung. Das Trott-war-Theater-Team hatte seine Requisiten aus dem Stück „September“ liegen lassen. Der Beamte lachte herzlich – und alle waren erleichtert. Dennoch: Besser ein Mal mehr hingeschaut als ein Mal zu wenig.

Foto: Sylvia Rizvi