Trott-war - Details
17.04.2018

Deutschsprachige Straßenzeitungen trafen sich zur Konferenz in Hannover

Wichtige Impulse in gegenwärtigen Krisen

Trott-war besuchte am Wochenende die jährliche Konferenz der deutschsprachigen Straßenzeitungen. Dort trafen sich fast 50 Vertreterinnen und Vertreter von Straßenzeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von Köln bis Leipzig, von Kiel bis Graz waren Journalistinnen und Journalisten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Vertriebsfachleute nach Hannover gekommen, um Entwicklungen und anstehende Aufgaben zu diskutieren.

19 Magazine tagten auf Einladung von „Asphalt“ in Hannover, allein sie repräsentieren eine Monatsauflage von 350.000 Heften, verkauft von mehreren Tausend Menschen in sozialen Notlagen. Der Verkauf der Magazine und die soziale Arbeit der gemeinnützigen Trägerorganisationen helfen jedes Jahr mehreren Tausend Verkaufenden bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation.„Das funktioniert, weil wir hohe Ansprüche an unsere journalistische Arbeit haben.

Wir wollen Produkte machen, die gern gekauft und gern gelesen werden“, erklärt Volker Macke, einer der Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen und Chefredakteur von Asphalt. Um diese Produkte ging es bei der zweitägigen Konferenz in Hannover, genauso wie um Fragen aus sozialer Arbeit, Magazinvertrieb und Marketing.

Soziale Straßenmagazine haben mit einer Fülle von Herausforderungen umzugehen: wachsende Armut, steigende Wohnungsnot in Großstädten, Zunahme der Zahl derer, die Unterstützung benötigen. Die ersten sozialen Straßenmagazine des Netzwerks feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen wie etwa Hinz und Kunzt aus Hamburg oder Biss aus München. Viele sind mehr als 20 Jahre alt. „Wir sind erfahren darin, mit Herausforderungen umzugehen“, sagt Bastian Pütter, zweiter Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen und Redaktionsleiter des Bochum-Dortmunder Straßenmagazins „bodo“. „Wir glauben, dass soziale Straßenmagazine und ihre Organisationen auch in den gegenwärtigen Krisen wichtige Impulse und Antworten geben können“, zieht Pütter ein Fazit der Konferenz.

Fotos: bodo e.V./Sebastian Sellhorst